CDU Fraktion Potsdam-Mittelmark

Rettung des Seddiner Sees: Kreistag stellt sich hinter die Überleitung aus der Nieplitz

Auf Antrag der CDU-Fraktion soll der Landrat Gespräche mit dem Land führen und die Prüfverfahren im Kreis beschleunigen

Wer in den vergangenen Jahren am Seddiner See spazieren war, braucht keinen Pegelstand, um das Problem zu sehen. Der Strand wird immer breiter und das Wasser zieht sich zurück. Seit 2013 ist der Wasserstand um rund 1,80 Meter gefallen. Auf unseren Antrag hin unterstützt der Kreistag jetzt das Vorhaben, Wasser aus der Nieplitz überzuleiten.

Der Große Seddiner See verliert seit Jahren an Wasser. Seit 2013 ist der Pegel um rund 1,80 Meter gefallen, und mit einem einzelnen trockenen Sommer lässt sich das längst nicht mehr erklären. Zusammen kommen veränderte klimatische Bedingungen, sinkende Grundwasserstände und die Tatsache, dass der See über ein ausgesprochen kleines Einzugsgebiet verfügt, aus dem er sich überhaupt speisen kann.

Im April hat der Förderverein Seddiner See e.V. dem Fachausschuss einen Lösungsweg vorgestellt. Wasser aus dem System der Nieplitz soll übergeleitet werden, um den Wasserhaushalt dauerhaft zu stabilisieren. Nach den vorgelegten Untersuchungen führen bereits moderate Wassermengen zu messbaren Verbesserungen, und die Maßnahme gilt als wasserwirtschaftlich vertretbar, technisch umsetzbar und grundsätzlich förderfähig.

Deshalb haben wir den Antrag „Rettung des Seddiner Sees" in den Kreistag eingebracht, der ihn Anfang Juli beschlossen hat. Der Landrat wird nun beauftragt, zeitnah Gespräche mit dem Land Brandenburg und dem zuständigen Ministerium zu führen, damit die finanzielle und fachliche Unterstützung für Planung und Umsetzung gesichert ist. Wo die Kreisverwaltung selbst zuständig ist, soll sie die umwelt- und wasserrechtlichen Verfahren zügig bearbeiten und den Fachausschuss laufend über den Fortgang informieren.